Historisches

Am 6. Januar 1925 schlossen sich 16 an klassischer Musik interessierte Bürger der Stadt Neustadt bei Coburg zur Gesellschaft der Musikfreunde Neustadt bei Coburg zusammen. Antrieb dafür war damals – so wie es auch heute noch der Fall ist – die Freude am gemeinsamen Musizieren, an der Erarbeitung, der künstlerischen Ausgestaltung und schließlich der Aufführung anspruchsvoller Orchesterwerke der Musikliteratur.

Anfänge der Musikfreunde Neustadt in den 20er Jahren

Von Beginn an nahm das Orchester einen stürmischen Aufschwung. Bereits am 30. März 1925 gab es mit überwältigendem Erfolg sein erstes Sinfoniekonzert und veranstaltete in den folgenden Jahren bis zu fünf Konzerte im Jahr und spielte sich auf diese Weise buchstäblich in die Herzen der Neustadter. Nach 1933, als alle Vereine „gleichgeschaltet“ wurden, wurde die Gesellschaft gezwungenermaßen zu einer „Volksmusikkapelle in der Reichsmusikkammer“. Das Wesentliche, nämlich die Freude an der Musikausübung, berührte dieses jedoch nur am Rande.

In den Jahren 1939 bis 1945 kamen die musikalischen Aktivitäten aus verständlichen Gründen nach und nach zum Erliegen. Der militärische und politische Zusammenbruch von 1945 sowie Maßnahmen der Militärregierung brachten für die Musikfreunde zunächst ein abruptes Ende.

Konzert mit Chören (1987)

Im Herbst 1946 bildete sich ein Interimsvorstand und die musikalische Tätigkeit wurde wieder aufgenommen. Begünstigt durch den allgemeinen Hunger nach kultureller Betätigung kam es zu einem raschen Aufschwung, der seinen ersten Höhepunkt am Ostersonntag 1949 erreichte, an dem gemeinsam mit dem neu gegründeten Sängerkranz „Eintracht“ Haydns „Jahreszeiten“ aufgeführt wurden.

Bis weit in die 50er Jahre waren die Musikfreunde ein Orchester aus Neustadtern und für Neustadter. Alle Mitglieder kamen aus Neustadt und alle Konzerte fanden in Neustadt statt. Allmählich jedoch erweiterte sich der Einzugsbereich des Orchesters ganz erheblich. Es fanden aktive Mitglieder aus dem gesamten Landkreis Coburg aber auch aus den angrenzenden Landkreisen Kronach und Lichtenfels den Weg nach Neustadt. Dass unmittelbar nach dem Fall der innerdeutschen Grenze im Jahre 1989 auch Musikliebhaber aus dem nahen Sonneberg in Thüringen den Weg in das Orchester fanden, war nur eine logische Fortsetzung dieser Entwicklung. Somit bildet die Gesellschaft das einzige Laiensinfonieorchester in den Landkreisen Coburg, Lichtenfels, Kronach und Sonneberg.

Konzert in Vierzehnheiligen (1991)

Nicht nur von den Mitgliedern her wuchsen die Musikfreunde über Neustadt hinaus, sondern auch von den Orten, in denen konzertiert wurde. Als Beispiele aus einer langen Reihe seien hier genannt: Konzerte in Kloster Banz, in Ebrach, in Bad Steben und im Kloster Plankstetten. Besonders häufig war die Gesellschaft mit Konzerten in der Basilika in Vierzehnheiligen vertreten.

Open-Air-Konzert im Freibad Neustadt b. Coburg (2005)

In den letzten Jahren wurde auch das Repertoire des Orchesters erweitert. Anlässlich eines Open-Air-Konzerts im Jahre 2005 wagte man sich mit großem Erfolg erstmals an Filmmusik heran. Seitdem standen bei mehreren Konzerten nicht nur Werke des klassischen Repertoires auf dem Programm, sondern es wurden auch Ausflüge in die Welt des Jazz, des Musicals und der Popmusik unternommen.

Interessierte können sich eine ausführliche Chronik der Musikfreunde herunterladen.

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Sinfoniekonzert
21.03.2020

Ausführliche Chronik

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