Dirigent

Im April 2013 übernimmt Hans Stähli das Amt des Dirigenten des Orchesters der „Gesellschaft der Musikfreunde Neustadt bei Coburg“. Damit tritt er die Nachfolge des langjährigen musikalischen Leiters Rolf Otto an.

tl_files/musikfreunde/images/seiteninhalt/staehli.jpegHans Stähli wurde 1950 in Interlaken in der Schweiz geboren. Sein Studium absolvierte er in Bern. Noch vor seinen drei Diplomen als Primar-Lehrer (1970 Staatliches Lehrerseminar Hofwil-Bern), als Musiktheoriehauptfach-Lehrer (1973 Konservatorium für Musik Bern bei Theo Hirsbrunner) und als Orchesterdirigent (1975 Konservatorium für Musik Bern bei Sylvia Caduff) bestand er 1970 alle vier Runden in der Quizshow „Dopplet oder Nüt“ des Schweizer Fernsehens zum Thema „Sinfonien“. Während seines Studiums leitete er ein Kammerorchester, einen Chor sowie ein Bläseroktett und spielte Klavier in einer Bigband.

Von 1970-76 war er als Lehrer für Musik an der Sekundarschule Interlaken tätig und ab 1975 ständiger Klavierbegleiter der Violin-Meisterklasse von Prof. Max Rostal in Bern. Von 1976-77 wirkte er als Ballettrepetitor am Stadttheater Klagenfurt. 1977 wurde er Solorepetitor, Studienleiter und Kapellmeister am Landestheater Coburg, wechselte als 2. Kapellmeister ans Stadttheater Heidelberg und kehrte von 1992-97 als 1. Kapellmeister nach Coburg zurück.

Seit dieser Zeit kam er einer Reihe von Kompositionsaufträgen nach. Seine umfangreiche Sinfonische Dichtung „Tokachi“, 1992 als Auftragswerk für Obihiro/Japan komponiert, feierte 2004 ihre europäische Erstaufführung in der Coburger Morizkirche. Mit einer Unterbrechung von fünf Jahren (1997-2002), in der er an der Musikhochschule Karlsruhe als Dozent für Operneinstudierung unterrichtete, kehrte er 2002 wieder als 1. Kapellmeister ans Landestheater Coburg zurück. Hier studierte er zahllose Opern, Operetten und Ballettabende ein u.a. „Lucia di Lammermoor“, „Lulu“, „Wiener Blut“ oder das „Romeo und Julia“-Ballett.

Sein großes Interesse gilt der Sinfonik. Im Juni 2010 dirigierte Coburgs damaliger Generalmusikdirektor Alois Seidlmeier die Uraufführung von Hans Stählis E-Dur-Sinfonie. Neben dem Komponisten Stähli gab es in all diesen Jahren immer auch den versierten Arrangeur. Mit zahllosen Arrangements bereicherte er raffiniert Operetten wie beispielsweise Fred Raimunds "Maske in Blau". Aber auch als Liedbegleiter trat er wiederholt hervor. Mit dem Neujahrskonzert des Landestheaters Coburg wird Hans Stähli im Januar 2013 in den Ruhestand verabschiedet.

Als Dirigent leitete Hans Stähli das Orchester der Kammermusikvereinigung Interlaken, das Berner Bläseroktett, die Heidelberger Sinfonietta, das herzogliche Kammerorchester Coburg sowie das Coburger Strauß-Orchester "Die flotten Geister“. Gastdirigate absolvierte er beim Berner Sinfonieorchester, dem Orchester des Opernhauses Danzig, dem Grazer Philharmonischen Orchester und bei den Nürnberger Symphonikern.

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Sinfoniekonzert
21.03.2020, 20:00 Uhr